Ein Nadelwechsel nach jeder Injektion hat viele Vorteile.

Für die Mehrfachverwendung von Pen-Nadeln spricht nichts, für eine Einmalverwendung hingegen sprechen eine ganze Reihe wichtiger Argumente.

 

  • Sanfte Insulininjektion durch Vermeidung von unnötigen Gewebeverletzungen

  • Senkung des Lipohypertrophie-Risikos

  • Stabilere Blutzuckerwerte durch die Vermeidung von Fehldosierungen aufgrund verstopfter Nadeln oder Luft in der Patrone

  • Kostenersparnis für das gesamte Gesundheitssystem durch weniger Folgekrankheiten

  • Hygienische Insulininjektion

 

Was Sie über Pen-Nadeln wissen sollten.

High-Tech zur Einmal-Verwendung

Wer glaubt, Nadeln zur Insulin-Injektion wären einfach nur ein Stück spitzes Metall, liegt völlig falsch. Moderne Insulinpen-Nadeln sind vielmehr wahre High-Tech-Wunder. Damit das Insulin nahezu schmerzfrei injiziert werden kann, sind die Nadeln sehr dünnwandig, fein geschliffen und mit einem Gleitfilm aus Silikon überzogen.

 

Das Problem: werden die Nadeln mehrfach verwendet, kann dies die Qualität und Sicherheit der Injektion beeinträchtigen, da die Nadeln – so hochwertig sie auch gefertigt sein mögen – nur für genau eine Injektion ausgelegt sind. Selbst wenn die Nadeln bei einer oberflächlichen Betrachtung noch wie neu wirken, funktionieren sie meist nicht mehr so, wie sie das ursprünglich einmal sollten.

Wie sich eine Pen-Nadel bei Mehrfachverwendung verändert

Nur für den einmaligen gebrauch

  • Die Nadel ist nicht mehr steril und das Infektionsrisiko steigt an

  • Der Silikon-Gleitfilm ist reduziert, wodurch die Injektion schmerzhafter wird

  • Die Spitze kann sich verformen und Häkchen bilden, die das Unterhautfettgewebe verletzen und dadurch Lipohypertrophien begünstigen können

  • Die Nadel kann in seltenen Fällen abbrechen

  • Die Nadelspitze hat an Schärfe eingebüßt, wodurch sie zunehmend schlechter in die Haut eindringt

  • Beim Aufsetzen der Pen-Kappe kann sich die Nadel verbiegen

Alle diese Abnutzungen sind mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen. Unter dem Mikroskop zeigt sich jedoch deutlich, dass mit einer einmal benutzen Nadel eine weitere Injektion nicht mehr schmerzfrei und ohne Risiko durchgeführt werden kann. Verwenden Sie deshalb Pen-Nadeln nur einmal. Das sollten Sie sich wert sein. Immer.

Insulinpen-Nadeln werden von den Krankenkassen erstattet.

Gut zu wissen

Insulinpen-Nadeln sind im Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GMG) als Hilfsmittel zum Verbrauch deklariert und werden im Rahmen der Regelversorgung problemlos erstattet!

Warum eine Mehrfachverwendung von Pen-Nadeln gefährlich werden kann.

Viele Anwender von Insulinpens unterschätzen die vielfältigen Risiken, die mit einer Mehrfachverwendung der Nadeln einhergehen können. Deshalb kommt es immer wieder zu Komplikationen in der Insulintherapie, die durch einen konsequenten Wechsel der Nadel vor jeder Benutzung ganz einfach vermieden werden könnten.

Bei jeder Injektion kommt die Insulinpen-Nadel mit Gewebe in Berührung. Winzige Partikel davon können beim Herausziehen an der Nadel haften bleiben, mit der Folge, dass das Infektionsrisiko bei einer Weiterverwendung ansteigt.

Risiko verschmutzte Nadel

Wiederverwendete Pen-Nadeln werden zunehmend stumpf und verursachen mikroskopisch kleine Verletzungen des Gewebes. Die Folge: Schmerzen und Hautveränderungen an den Injektionsstellen, wie die sogenannten Lipohypertrophien.

Risiko stumpfe Nadel

In der Nadel verbleiben nach einer Injektion häufig noch kleine Mengen Insulin. Dieses Insulin kann auskristallisieren und die Nadel vollständig oder teilweise verstopfen. Dadurch kann kein Insulin mehr injiziert werden bzw. die Dosis kann nicht vollständig abgegeben werden. Die Folge ist eine Insulin-Unterdosierung und ein unberechenbarer Effekt auf den Blutzuckerspiegel. Darüber hinaus muss mehr Kraft zum Drücken des Injektionsknopfes aufgewendet werden.

Risiko verstopfte Nadel