Komplikationen in der Insulin-Therapie durch Lipohypertrophien.

Das Entstehen von Lipohypertrophien sollte durch eine korrekte Durchführung bei der Insulin-Injektion unbedingt vermieden werden, da es sonst zu ernsthaften Komplikationen in der Insulin-Therapie kommen kann.

 

Das Spritzen in Lipohypertrophien sorgt für eine unzuverlässigere Resorption, also Aufnahme, von Insulin in den Blutkreislauf

 

  • Die Folge: der Wirkeintritt lässt sich schlechter kalkulieren und es können unerklärliche Blutzuckerschwankungen sowie Unterzuckerungen (Hypoglykämien) auftreten. In einer Studie (siehe Quellenangabe) konnte dies sogar nachgewiesen werden: Blutzuckerschwankungen kommen bei Menschen mit Diabetes in Verbindung mit Lipohypertrophien häufiger vor als ohne diese Komplikation.

 

Zudem wird durch die verzögerte oder verringerte Insulinaufnahme mehr Insulin benötigt, was wiederum die Therapiekosten ansteigen lässt. Eine korrekte Insulininjektion hingegen führt zu einer deutlichen Reduzierung des Insulinbedarfs und einer gleichmäßigeren Aufnahme. Schwankungen lassen so spürbar nach und die Blutzuckereinstellung verbessert sich.

 

Quelle: Schmeisl, G.-W., Drobinski, E.: Koinzidenzen zwischen Injektionsgewohnheiten, Blutzuckerschwankungen und Häufigkeit von Lipohypertrophien bei der Insulintherapie. Diabetologie und Stoffwechsel 2009; 18: 251–258​