Insulinpen-Nadeln
Welche Risiken bestehen bei Mehrfach-verwendung von Insulinpen-Nadeln?
Von einer Mehrfachverwendung von Insulinpen-Nadeln wird schon aus Gründen der
Hygiene abgeraten. Der entscheidende Nachteil ist
jedoch, dass die regelmäßige Verwendung stumpfer Nadeln Verletzungen
der Unterhaut begünstigt, die mit der Entwicklung von Fettgewebswucherungen
in Verbindung gebracht werden (Lipohypertrophien).
Anders als in gesundem Unterhautfettgewebe wird in diese Bereiche injiziertes Insulin
vom Körper unkalkulierbar resorbiert (aufgenommen). Eine mögliche Folge
sind Schwankungen des Blutzuckerspiegels.
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| Unbenutzte Insulinpen-Nadel1
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Mehrfach genutzte Insulinpen-Nadel1
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Ein weiteres Risiko: In der Nadel verbleiben nach einer Injektion häufig noch
kleine Mengen Insulin. Dieses Insulin kann auskristallisieren und die Nadel verstopfen,
so dass bei der nächsten Anwendung kein Insulin mehr injiziert werden kann.
Ein Problem besteht auch, wenn die Nadel durch die Insulinkristalle teilweise verstopft
und die Insulinpassage durch die Nadel verzögert ist. In diesen Fällen
beenden Anwender die Injektion womöglich vor Abgabe der vollständigen
Insulindosis. Es resultieren eine Unterdosierung von Insulin und ein unberechenbarer
Effekt auf den Blutzuckerspiegel.
Tipp: mit dem Insulinpen unterwegs
Damit auch unterwegs und auf Reisen zuverlässig die richtige Insulindosis injiziert
werden kann, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Dazu gehört:
Inbesondere bei zu erwartenden Änderungen des Luftdrucks (Flugreisen, Bergtouren) und bei
starken Temperaturschwankungen darf die Insulinpen-Nadel nicht auf dem Pen bleiben.
Denn mit den geänderten Umgebungsbedingungen kann sich Luft in der Insulinampulle
sammeln, was dann zur Abgabe einer falschen Insulindosis führen kann. Menschen
mit Diabetes sollten daran denken, erst unmittelbar vor einer Injektion die neue
Insulinpen-Nadel aufzusetzen.
1 Bildquelle: Ypsomed GmbH