Lipohypertrophie
Häufige Komplikation der Insulintherapie
Bei gut jedem dritten Menschen mit Diabetes bilden sich im Verlauf einer Insulintherapie
im Unterhautfettgewebe gutartige Fettgewebswucherungen, die als Schwellung oder
Verhärtung fühlbar sind. Die Entwicklung dieser so genannten Lipohypertrophien
ist damit die häufigste lokale Komplikation einer Insulintherapie. Viele Betroffene
sehen die Fettgewebswucherungen hauptsächlich als kosmetisches Problem. Im
Zusammenhang mit der Diabeteseinstellung ist jedoch wichtig zu wissen, dass in diese
Bereiche injiziertes Insulin wegen der dort veränderten Durchblutung unkalkulierbar
resorbiert (aufgenommen) wird. Die Rückbildung von Lipohypertrophien kann unter
Umständen erreicht werden, wenn Insulininjektionen in diese Bereiche konsequent
vermieden werden. Die Rückbildung ist jedoch oft langwierig und nicht immer
möglich.
Tipp: Um das Auftreten von Lipohypertrophien frühzeitig zu erkennen,
sollten die Injektionsstellen regelmäßig angeschaut und nach Vorwölbungen
und Verhärtungen abgetastet werden.
Mit freundlicher Genehmigung von Doris Schöning, Diabetesberaterin